Projekt der Fachberufsschule Kramsach<br />Die Tiroler Fachberufsschule für Glastechnik veranstaltete ein beispielhaftes Projekt. Den Salzburger Schülern sollte der Ablauf einer Vitrinenproduktion mit faseroptischer Beleuchtung in der Wirtschaft näher gebracht werden. Alle Arbeiten wie Planung, Anfragen, Angebote einholen, Kalkulieren sowie die Kommunikation mit anderen Gewerben wurden von den einzelnen Teams selbstständig erledigt. Jedes Team Mitglied identifizierte sich mit dem „eigenen Projekt“, wodurch die Eigeninitiative der Schüler gefördert wurde. Die Informations- und Materialbeschaffung erfolgte sowohl innerhalb als auch außerhalb der Schule. Unter anderem stand auch eine Exkursion zur Firma Swarovski auf dem Programm, um Informationen über Beleuchtungstechnik mit Glasfaserkabel einzuholen.<br />

Andreas Merth   (Lehrlingswart LI Salzburg) , Stefanie Schnabl, Heigl Hubert jun, LIM  Peter SchnablLIM Schnabl und Lehrlingswart Andreas Merth gratulieren den beiden Jungmeistern aus Salzburg, Stefanie Schnabl und Hubert Heigl jun, welche am 8.4.2010 erfolgreich Ihre Meisterprüfung abgelegt haben.

Foto: von links nach rechts Andreas Merth (Lehrlingswart LI Salzburg) , Stefanie Schnabl, Heigl Hubert jun, LIM Peter Schnabl

Quarzsand – Soda – Kalk, drei undurchsichtige, ja unscheinbare Rohstoffe ergeben zusammengeschmolzen einen durchsichtigen, glasklaren Universalwerkstoff der heutzutage nicht mehr zu entbehren ist: Glas!
Bereits vor Christi Geburt stellten die römischen Glasmacher, flache Scheiben mittels einer Gusstechnik her. Zähflüssiges Glas wurde auf nasses Holz aufgegossen und mit einem Werkzeug zu einer Scheibe useinander gezogen beziehungsweise flachgestrichen. Diese Scheiben waren ziemlich dick und wenig durchsichtig. Um Christi Geburt wurde die Glasmacherpfeife (ein Metallrohr, mit dem flüssiges Glas
aufgeblasen werden kann) erfunden. Mit Hilfe dieses Instruments erzeugten Glasmacher Zylinder und fertigten daraus flache Scheiben, diese Technik wird durch Funde belegt. Der Mönch Theophilus Prespyter beschrieb um 1100 n. Chr. erstmals die Herstellung von Tafelglas nach dem Zylinderblasverfahren.

Weiterlesen: Geschichte des Fensterglases

Glas ist mehr als ein bloßer Gebrauchsgegenstand. Glas ist eine faszinierende Materie – ist Kunst, Technik und lange Kultur. Glas und dessen Veredelung gibt es bereits seit über 4000 Jahren. Die schönste Art der Glasveredelung, die Gravur, ist schon seit dem 1. Jhdt. n. Chr. bekannt. Der Graveur, bzw. Glasveredler arbeitet mit der traditionellen Methode des Diamant,- Stein- oder Kupferschliffes mittels Radgravur. Ergänzt wird diese Methode durch den insatz von Präzisionsgeräten und Korundstrahlsatin. Zur Anwendung kommen überlieferte Vorlagen – und immer beliebter werden individuelle Gravurentwürfe.

Weiterlesen: Die Gravur lebt

Glasvordächer haben sich als fester Bestandteil im aktuellen Baugeschehen etabliert. Kein Wunder, denn Glaskonstruktionen sind in punkto Transparenz und Leichtigkeit praktisch unerreicht. Durch die Verwendung von VSG-Glas haben Sie praktisch grenzenlose Sicherheit bei Überkopfverglasungen.

Seit ihrer Einführung in den siebziger Jahren haben Brandschutzverglasungen in Bauvorhaben stark an Bedeutung gewonnen. Zunächst galt es, in Folge der zunehmenden Verstädterung und wachsenden Bevölkerungszahl sowie -dichte, die Risiken der Entstehung von Bränden zu minimieren. Geprägt durch die moderne Architektur werden heute in zunehmendem Maße zusätzliche Anforderungen an Design und Ästhetik erfüllt. Die Transparenz des Gebäudes und damit der Werkstoff Glas als architektonisches Element, stehen im Mittelpunkt kreativer Ideen. Die Schutzwirkung wird als gegeben vorausgesetzt. An Stelle von gewöhnlichen Dächern, Türen und Trennwänden erlauben es Spezialgläser heute, Sicherheit und Raumabschluss anwenderfreundlich und nahezu unsichtbar zu erfüllen. SCHOTT JENAer GLAS GmbH ist nach ISO 9001 zertifiziert. Sowohl die Produkte, als auch der Produktionsprozess werden regelmäßig durch das interne Qualitätsmanagement, sowie externe Behörden überwacht. Alle Scheiben sind mit einem dauerhaften Stempel gekennzeichnet, der das Unternehmen, den Glastyp und die Dicke des Glases beinhaltet. SCHOTT und seine Partner, u. a. Glas Gasperlmair GmbH, haben eine Vielzahl von zugelassenen Systemen entwickelt,
die den hohen baurechtlichen Anforderungen gerecht werden. Alle Entwicklungen können im eigenen Großbrandofen intern getestet und im Aufbau optimiert werden.

Verbund-Sicherheitsglas (VSG) bekommt durch eine spezielle Behandlung Eigenschaften, die das Glas für vielseitige Anwendungen tauglich macht. Verbund-Sicherheitsglas (VSG), ist eine spezielle Form eines Verbundglases, die gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht. Sie besteht aus mindestens zwei Scheiben, meist Flachglasscheiben, und einer Zwischenschicht, meist aus reißfester Polyvinyl-Butyral-Folie (PVB).
Selten werden transparente Kunststoffscheiben eingesetzt, ebenso selten kommen auch andere Zwischenschichten wie beispielsweise Gießharze zum Einsatz. VSG gibt es je nach Anforderung in unterschiedlichen Kombinationen mit Floatglas, Einscheiben-Sicherheitsglas und teilvorgespanntem Glas, welche die Vorteile der unterschiedlichen Glasarten miteinander kombinieren. Variiert werden Scheibenzahl, Scheibendicke und Folienstärke. Spezialkombinationen sind beispielsweise durchwurfhemmendes, durchbruchhemmendes oder durchschusshemmendes Glas, das höchsten Sicherheitsanforderungen, wie beispielsweise in Justizvollzugsanstalten, genügt und umgangssprachlich als Panzerglas bekannt ist. Im Automobilbereich wird VSG für Windschutzscheiben verwendet.
In der Architektur ist Verbund-Sicherheitsglas bei Überkopfverglasungen, Glasdächern, Brüstungsverglasung und begehbarem Glas vorgeschrieben. Hier erhält VSG seine hohe Sicherheit im Allgemeinen durch die reißfeste PVB-Schicht und deren Haftwirkung: Bei einer mechanischen Überlastung (z. B. Schlag oder Stoß) bricht das Glas zwar, aber die Bruchstücke haften an der PVB-Folie. Die Splitterbindung verringert gleichzeitig die Verletzungsgefahr.

Weiterlesen: Sicherheitsgläser

Die einzige Glasbläserei in Salzburg befindet sich in Maria Alm im Pinzgau. Hier werden kunstvolle Figuren, Orchideenhalterungen, Getränkekühler, Glasperlen aber auch technische Apparaturen wie Kühler, Kolben und sogar Destillieranlagen angefertigt und auch repariert. Vor einem Brenner werden verschiedenfärbige Gläser mit gleichem Ausdehnungskoeffizienten bei ca. 1250°C verschmolzen und kunstvoll geformt. Anschließend müssen diese Kostbarkeiten langsam gekühlt werden, damit sie spannungsfrei bleiben.

Eigentlich ist diese Technik in einfacher Form bereits seit mehr als 2000 Jahren bekannt. Doch seit einigen Jahren erlebt diese kreative und farbenprächtige Technik eine Renaissance. Fusing ist das Verschmelzen von Glas verschiedener Farben und Formen auf einer größeren, meist farblosen oder hellen Glasplatte. In einem speziellen Brennofen wird dabei das Glas bei ca. 800° C gerade so weit erweicht, dass sich die einzelnen Teile dauerhaft verbinden. Unter Verwendung spezieller Formen aus unglasiertem Ton können die noch flachen Werkstücke in einem zweiten Brennvorgang verformt werden, indem sie, durch die Hitze erweicht, in die Form hineinsinken. So kann man mit dieser interessanten Technik wunderschöne, dreidimensionale Kunstgegenstände wie Lampen, Schalen, Leuchter, Gefäße oder auch Schmuck herstellen. Hierbei ist also die Kreativität des Glaskünstlers sehr gefragt.

Die weltweit bekannten Glasmalerei-Fenster der „Stille Nacht“-Kapelle in Oberndorf wurden von Vandalen schwer in Mitleidenschaft gezogen.<br />Der Kunstglaser Andreas Merth aus Maria Alm hat mit der Restauration ein handwerklich besonders herausforderndes Projekt hervorragend gemeistert. Die besonderen Anforderungen dieser Restauration bestanden darin, den Stil der Zeit, in der das Original entstand, zu erfassen und danach zu arbeiten. Bei dem Projekt wurden für die Fenster der weltweit bekannten Kapelle, die durch einen Vandalenakt teilweise zerstört waren, mundgeblasene Gläser und Metalloxydfarben verwendet. Dabei erfordert gerade bei den so genannten „Fleischfarben“ das Einbrennen besondere Erfahrung. Ebenso ist die Sauerstoffregulierung für den Brennraum besonders schwierig, weil sonst keine entsprechenden Rotfarben entstehen. Jede Farblage wird über Nacht gebrannt, so dass die Gläser für die gesamte Farbentwicklung acht Mal in den Brennofen müssen. Mehrere Probebrände sind notwendig, um die richtige Farbnuance zu erzielen. Besondere Bedeutung kam einer genauen Farbanalyse zu, weil sonst ein originalgetreuer Nachbau nicht möglich gewesen wäre.

Transparente Bilder aus Glas zu schaffen, ist eine Fertigkeit, die erst im christlichen Abendland entwickelt wurde.<br />Zwar war das Glas als lichtdurchlässiger Fensterverschluss schon in der Antike bekannt, doch waren die Glasscheiben weitgehend trübe und undurchsichtig.  Die Römer verfeinerten die Glasherstellung wesentlich. Sie erreichten beachtliche Ergebnisse, wovon so mancher Fund noch heute erzählt. Auch die Herstellung farbiger Gläser für Fenster fi el in die römische Zeit. Diese Scheiben waren, durch die eingeschränkte Möglichkeit<br />Glas fl ach herzustellen, von geringer Größe. Um Fensterflächen zu füllen, wurden die einzelnen Glasscheiben zuerst mit Holzsprossen, danach mit Bleisprossen verbunden. Die Bleiverglasung entstand, und diese Technik wurde bis in unsere Zeit überliefert. Diese Art der Verglasung, verbunden mit Glasmalerei, wurde immer mehr zu einem Werkstoff, aus dem sich wunderbare Glasbilder schaffen ließen. Die Kunstverglasung ist nicht nur in Kirchenfenstern einsetzbar, sondern findet immer mehr im Privatbereich Gefallen. Von Familienwappen bis hin zu modern gestalteten Fenstern ist alles möglich. Der Kunde kann seinen Wünschen freien Lauf lassen und der Glasermeister wird diese Wünsche in ein wunderschönes, farbiges Fenster oder auch eine Türfüllung umsetzen. Ein Meisterstück, das Generationen überdauert und auch noch Ihren Enkerln und Urenkerln Freude bereitet.

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