Einladung FGT 2015 300pxFachgruppentagung Landesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler
Donnerstag, 8. Oktober 2015 | 15.30 Uhr
BAUAkademie Salzburg | Zeichensaal (ZS) 1
Moosstraße 197 | 5020 Salzburg

Besonders bei Arbeiten in großen Höhen sind Sicherheitsvorkehrungen unabdingbar. Was kaum jemand weiß: Bei Unfällen haftet der Bauherr – auch, wenn es sich dabei um eine Privatperson handelt. „Es gibt sowohl ein Baustellenkoordinationsgesetz, als auch eine Arbeitnehmerschutzverordnung“, erklärt KommRat Wolfgang Ebner, Landesinnungsmeister der Dachdecker und ergänzt: „Wenn auf einer Baustelle etwas passiert, dann kann es wahnsinnig teuer werden, ganz abgesehen vom menschlichen Leid.“



Auch Laien können erkennen, ob auf ihrer Baustelle sicher gearbeitet wird – etwa daran, ob die Firma ein Gerüst verwendet, oder nicht. Werden diese Kriterien nicht erfüllt, muss die Firma darauf hingewiesen werden. Als Beweis kann hier ein Digitalfoto dienen. „Mit eingeblendetem Datum oder einem Beweisstück – etwa einer aktuellen Tageszeitung im Bild ¬– ist das überhaupt kein Problem“, weiß Wolfgang Ebner. Selbst ein E-Mail an die jeweilige Firma, dass die Arbeiten so nicht begonnen werden dürfen, kann bereits ausreichen.

Weiterlesen: Auch Private haften bei Unfällen am Dach

RUDOLF EBNER,
Landesinnungsmeister Spengler

PETER SCHNABL,
Landesinnungsmeister Glaser

KOMMRAT WOLFGANG EBNER,
Landesinnungsmeister Dachdecker

Am Beginn der thermischen Sanierung stehen meistens die Fenster. Sowohl alte Glasflächen, als auch antike Dichtungen und Rahmen lösen häufig Zugluft aus – Wärme entweicht (anstelle Hitze) und Kälte dringt in die Wohnräume ein. Die einfachste thermische Fenstersanierung ist der Glastausch, weiß Glaser-Innungsmeister Peter Schnabl: „Wenn der Rahmen noch gut ist, funktioniert das ohne Probleme und spart auch Kosten.“ Zudem helfen moderne Gläser gegen Kondensat. Auch beim Lärmschutz bringen moderne Fenster und besseres Glas große Vorteile.
Selbst an einer stark befahrenen Straße kann dadurch der Lärm in den Wohnräumen auf ein Minimum reduziert werden. „Eine Möglichkeit ist es, Isolierglas mit Schallschutzfunktion in bestehende Fenster einzubauen. Meist fängt man da im Schlafzimmer an“, sagt Schnabl. Im Zweifelsfall ist es immer vernünftig, vor dem Sanieren einen Glasermeister zu fragen. Vor allem beim Isolierglas, das es in verschiedensten Ausführungen gibt, wissen die Betriebe der Innung der Dachdecker, Glaser und Spengler über Vor- und Nachteile Bescheid.

Vom Sonnenschutz über Wärmeschutz und Schallschutz bis hin zum Einbruchsschutz lässt sich alles kombinieren und dem Bedarf der Kunden anpassen. „Die Energiekosten werden immer teurer und steigen ins Unermessliche“, erzählt Rudolf Ebner, Innungsmeister der Spengler. Er rät dazu, Geld eher in die thermische Sanierung eines Hauses zu investieren, als auf ein Sparbuch zu legen. „Dort wird es sowieso eher weniger als mehr“, ist er überzeugt. Der Wert des Hauses steigt hingegen durch das Sanieren.

Nicht auf die Dämmung des Daches vergessen

„Erst ganz zum Schluss bleibt das kleine Stück über, das die Dachdecker und Spengler betrifft – und das wird dann oft vergessen“, ergänzt KommRat Wolfgang Ebner, Innungsmeister der Dachdecker. Häufig beginnen die Hausbesitzer damit, das Gebäude zu isolieren, wodurch dann ein „überdimensionaler Kamin“ entsteht. „Es geht seitlich keine Wärme mehr verloren, aber es bläst dann alles durch das Dach hinaus.“ Hier gibt es für die Dachdecker und Spengler mehrere Möglichkeiten: etwa die Isolierung der Dachbodendecke, die den Wärmeverlust komplett verhindert. „Das ist dann wie bei einem Sarkophag“, erzählt der Spenglermeister Rudolf Ebner, „und es ist wesentlich günstiger, als von außen zu isolieren.“ Bei der sogenannten  Aufsparrrendämmung von außen muss das alte Dach demontiert werden, dafür fällt kein Schutt im Innenraum an. Vor dem Start sollte man aber unbedingt den Meisterbetrieb seines Vertrauens kontaktieren. Die Dämmung von außen ist heute trotz des hohen Preises und großen Aufwandes immer häufiger nötig. Das erklärt sich dadurch, dass die Baugründe ständig teurer werden. Viele junge Menschen können sich kein eigenes Haus mehr leisten und bauen den Dachboden des Elternhauses zu einer Mansardenwohnung aus. „Die Hausherrin hätte dann keine Freude, wenn ich komme und sage, dass ich jetzt den Putz rausreiße und die Isolierung innen anbringe“, erzählt Wolfgang Ebner.

Heikle Arbeiten erledigen die Profis der Landesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler

Besonders wichtig ist zudem, dass diese Arbeiten von einem Profi ausgeführt werden. „Ich muss immer lachen, wenn ich Bücher mit dem Motto ,Ich baue mir ein Haus’ sehe“, sagt
der Dachdecker. Daraus entstünden immer die größten Sanierungsfälle, die dann richtig teuer werden. „Die Dämmung muss zu 100 Prozent funktionieren, sonst wird das zu einer
Dauerbaustelle.“ Und diese Kosten könnten Pfuscher oder unseriöse Firmen dann nicht mehr begleichen. „So jemanden kann ich zwar klagen, aber das ist letztlich sinnlos, weil der dann halt plötzlich kein Geld mehr hat“, meint Wolfgang Ebner und rät unbedingt dazu, die thermische Sanierung nur von Meisterbetrieben der Landesinnung der Dachdecker, Glaser und Spengler erledigen zu lassen.

     

Ohne Bedenken lässt sich Glas mittlerweile als Baustoff einsetzen. „Die Materialien sind stärker geworden und vor allem die Produktionstechniken haben sich wesentlich verbessert“, sagt Peter Schnabl, Landesinnungsmeister der Glaser. Besonders durch die Weiterentwicklung der Produktionstechniken, Herstellungsverfahren und der Bearbeitungsmöglichkeiten haben sich neue Möglichkeiten beim Bauen und in der Architektur ergeben. Durch gestiegene Anforderungen wird dem Werkstoff auch immer mehr zugetraut. „Der Einsatz als tragendes Konstruktionsteil aus Glas ist immer mehr im Kommen“, ist Schnabl überzeugt. Vor allem in puncto Belastbarkeit sind diesem Werkstoff kaum Grenzen gesetzt. Ein großes Augenmerk gilt dem gestiegenen Interesse an der Wärmeisolierung, sowie den verschiedenen Kombinationen aus Lärm- und Sonnenschutz.

Weiterlesen: Glas als Baustoff der Zukunft

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